Herbstzeit ist Kastanienzeit

Für alle nicht – Steirer: Herbstzeit ist Maroni Zeit …

Nicht nur kulinarische Feinspitze, auch Kinder und Erwachsene lieben sie gleicher Maßen. Die Samen des Edelkastanienbaumes sind in einigen Regionen Europas fester Bestandteil des herbstlichen Speiseplanes, in anderen Regionen aber leider fast unbekannt. Bevor ich hier beginne einen Hymnus auf diese Frucht zu schreiben möchte ich die Vielfalt der Frucht zeigen, die aber mit unter auch zu großen Verwirrungen führen kann, je nachdem wo man sich gerade aufhält.

Kastanie oder Maroni – wie heißt es wirklich?

Das hängt ganz davon ab, wo man sich gerade aufhält. Regionale Benennungen für ein und die selbe Frucht sind, (Edel-)Kastanie, Maroni, Maronen, Keschte, oder wie man bei uns in der Steiermark sagt, Kestn. Also alle genannten Namen haben ihre Gültigkeit.

Noch ein Namensproblem taucht des öfteren auf: Die Edelkastanie hat außer dem Namen Kastanie gar nichts mit der häufig in Parkanlagen gepflanzten Rosskastanie zu tun. Die Früchte der Rosskastanie sind für den menschlichen Verzehr nicht geeignet.

Unterschiede beim Straßenverkauf

Sie gehören quasi bis in die Weihnachtszeit zum Stadtbild fast jeder Fußgängerzone – Stände an denen gebratene Kastanien angeboten werden. Eigentlich würde wohl eher das Wort rösten besser für die Zubereitungsart passen, aber bei uns sagt niemand Kastanien rösten, umgangssprachlich werden sie gebraten.

Auch beim Verkauf gibt es Unterschiede. Hier in der Steiermark werden die Kastanien nach Volumen verkauft. Das Standardmaß ist der Viertelliter. In Wien, oder auch in Teilen Oberösterreichs ist mir aufgefallen, dass sie dort Stückweise in die Standardverpackung – das Stanitzel aus Zeitungspapier, das überall gleich zu sein scheint – gezählt werden.

Unterschiede in der Zubereitung

Die übliche Variante der Zubereitung der Kastanien ist, wie oben schon geschrieben, dass sie am offenen Feuer, oder über Glut geröstet, werden. So entfalten sie ihr Aroma wohl am besten für den direkten Verzehr als Snack zwischen durch. – Besonders beliebt ist hier auch die Kombination mit einem Glas Sturm. Sturm ist der sich gerade am Beginn des Gärungsprozesses befindliche Wein.

Will man die Kastanien nicht direkt essen, sondern weiterverarbeiten, so können sie auch gekocht werden. Das heißt sie werden einfach in heißem Wasser so lange gekocht bis sie weich sind. Danach können sie sowohl zu Süßspeisen wie Kastanienreis, oder Tortencremes verarbeitet werden, aber auch pikante Gerichte, wie einen Kastaniensuppe sind möglich.

Demnächst gibt es hier eine Fotoanleitung zur Kastanienzubereitung …

fth

fth steht für Franz T. Hauser: ist Anfang 30 und lebt in der kleinen Oststeirischen Bezirksstadt Weiz. Er arbeitet freiberuflich an diversen Softwareprojekten und beschäftige mich nebenbei noch mit Dingen wie, "grünem" Lebensstil, guten Filmen, Politik und was sonst noch alles in seinem Gehirn herumgeistert ...

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1 Antwort

  1. 22. Oktober 2013

    […] schon gestern geschrieben, gibt es zwei Möglichkeiten die Kastanien zuzubereiten: kochen oder braten/rösten. Ich […]

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