Asterix bei den Pikten

Heute Früh, war so etwas das man Pflichttermin nennt. Noch vor der Arbeit schnell in die Buchhandlung um den neuesten Asterix – Band zu kaufen. Ja und natürlich musste er dann auch schnell gelesen werden. Leider war nicht die Zeit, um jede Zeichnung im Detail zu begutachten und jeden versteckten Witz zu suchen, aber es ging mir einmal um die Geschichte und den ersten Eindruck. Schließlich ist das ja der erste Asterix – Band der ohne seine Mitbegründer Ren√© Goscinny (1977 gestorben) und Albert Uderzo bereits 86 Jahre alt entstanden ist.

Und ich muss sagen ich bin positiv überrascht.

Die Bilder sind von einer guten Qualität, detailverliebt und durchaus gut zur Stimmung im Text und der Geschichte passend. Die Story führt Asterix und seinen treuen Gefährten Idefix, wie der Name schon verrät ins heutige Schottland. Als Pikten wurden die Einwohner zur Zeit Cäsars von den Römern bezeichnet.

Wie in den Asterix – Comics üblich wird stark mit den Klischees der besuchten Völker gespielt. Natürlich darf man hier keine historische Korrektheit erwarten. Das viel zitierte Karo der Kilts entstand erst 1500 Jahre nach Cäsar, Baumstammweitwerfen könnte schon eher in die Zeit passen. Aber das stört nicht wirklich, denn immer wieder findet man auch Anspielungen auf durchaus moderne Ausdrücke, oder Namen der Jetztzeit. Das war schon immer so bei Asterix und das ist auch gut so. Wobei ich hier doch froh bin, dass nicht wieder irgendwelche Ausserirdische landen, oder sonstige Zukünftige Ereignisse passieren. Das fand ich im vorletzen Band eher störend.

Dem zukünftigen König der Pikten Mac Aphon, der auch der Grund der Reise von Asterix und Obelix auf die Insel ist, verschlägt es des öfteren die Sprache. Kein Wunder wenn man Aphon heißt. Aphonie ist ein Ausdruck für Stimmlosigkeit (siehe Wikipedia). Dieses und viele andere Wortspiele zeigen auch im 35. Asterix – Band, dass Asterix doch eher ein Comic für Erwachsene ist, als eine unterhaltsame Kinderlektüre. Schade finde ich, dass gerade bei den Zitaten die Lateinische Sprache diesmal in den Hintergrund gerückt ist. Die Römer sind dieses Mal überhaupt nicht der Hauptgegner der Gallier. Sie sind lediglich Verbündete eines Clan – Anführers der gerne König von Schottland wäre. Auch die fast in jedem Band kurz erscheinenden Piraten kommen dieses Mal nur sehr kurz, und dabei nicht in einer für meinen Geschmack lustig gelösten Variante vor.

Sicher findet man in den alten Asterix Bänden besser gelöste Szenen, eventuell mehr Wortwitz, und eine in Summe spannendere Geschichte. Aber vergleicht man den neuesten Band mit der Entwicklung die in den letzten paar Ausgaben stattgefunden hat, so würde ich ab jetzt wieder eindeutig einen Aufwärtstrend erkennen.

Einem eingefleischten Asterix – Fan braucht man eh keine Leseempfehlung zu geben, aber ich würde auch allen, die bis jetzt mit Asterix, Obelix, und den restlichen Galliern nicht so viel am Hut hatten empfehlen, den Griff zum neuesten Band zu wagen.

fth

fth steht für Franz T. Hauser: ist Anfang 30 und lebt in der kleinen Oststeirischen Bezirksstadt Weiz. Er arbeitet freiberuflich an diversen Softwareprojekten und beschäftige mich nebenbei noch mit Dingen wie, "grünem" Lebensstil, guten Filmen, Politik und was sonst noch alles in seinem Gehirn herumgeistert ...

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