Wie hat das Internet mein Leben verändert?

– Dieser Frage möchte ich hier nachgehen. Gleichzeitig ist das mein Beitrag zu der von Alex auf internetblogger.de gestarteten Blogparade, für die es noch die folgenden Fragen mit zu beantworten gilt:

  • Was ist das Internet für euch?
  • Welche Vorteile bringt es mit sich?
  • Welche Nachteile gibt es(Vernachlässigung der Familie, Zeitfresser oder Öhnliches)
  • Seit wann hast du einen PC und bezeichnest dich als Webuser?
  • Wie hat das Internet dein Leben verändert?
  • Wie nutzt du das Internet(privat, beruflich, fürs Studium oder alles zusammen)?
  • Und dein Fazit!?

Für mich die am schwersten zu beantwortende Frage, ist aber die Hauptfrage wie das Internet mein Leben verändert hat. Warum das so schwer zu beantworten ist? Niemand kann sagen wie mein Leben ohne Internet aussehen würde. Ich nutze das Internet seit ich ca. 16 Jahre alt war. Anfangs nur in der Schule, doch relativ bald auch schon zu Hause. In der Anfangsphase konnte ich keine all zu große Veränderung meines Lebens durch das Internet feststellen, da waren wohl die Veränderungen, die das Erwachsen werden mit sich brachten weitaus einschneidender und wichtiger für mich.
Dennoch kann ich in meinem Leben drei wichtige Einschnitte feststellen, die mit dem Internet zusammenhängen.
Der Erste war, als ich mich zu interessieren begann, wie das Internet funktioniert, bzw. wie man eine Website erstellt. Damit meine ich jetzt nicht irgendwelche tollen modernen Websites, sondern die Zeit, in der man als Jugendlicher glücklich war, wenn man es schaffte mit ein paar HTML – Tags irgendetwas Herzeigbares zusammenzubekommen. Das war auch die Zeit der Browserkriege die ich wenn man so will live mitbekommen habe. In meinem Leben war das eine spannende Sache, denn ich wollte immer mehr über das Internet und sein Funktionieren wissen. Das hatte wenn man so will auch einen großen Einfluss auf meine Berufswahl.
Der zweite Einschnitt war wohl der als das Web 2.0 aufkam. Das HTML wissen war nicht mehr für jedermann notwendig um seine Gedanken im Web verbreiten zu können. Zugegeben auch ich konnte mich dem Trend nicht entziehen und brauchte Accounts bei e-bay, Facebook und sonst noch auf zig Plattformen. Auf einmal war ich gefordert nicht nur Technische Möglichkeiten wie HTML Seiten zu produzieren, sondern auch Inhalte.
Der dritte und vielleicht größte Einschnitt für mein Alltagsleben war wohl der als das Internet mobil wurde. Egal ob mit Smartphone, Laptop, oder neuerdings auch mit Tablett jetzt ist das Internet immer mit dabei. Oft sogar in dreifacher Ausführung wenn man so will. Diesen Artikel schreibe ich gerade im Zug sitzend auf meinem ipad.
Dieses fast überall verfügbare Internet hat mein Leben definitiv verändert. Vorbei sind die Zeiten als Mails nur am Schreibtisch gelesen und beantwortet wurden. Was unterwegs geht, wird oft unterwegs erledigt. Sei es eben im Zug, im Wartezimmer beim Zahnarzt, oder sonst wo. Das hat sich definitiv geändert.

Was ist das Internet für mich?

In erster Linie ist es eine unendliche Möglichkeit. Eine Plattform, die es erlaubt vernetzte Anwendungen zu betreiben. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich habe, seit ich online bin schon viele Anwendungen und Firmen kommen und gehen gesehen, teils waren die Ideen der Anwendungen sehr gut, teils weniger, aber alle hatten einen gemeinsamen Nenner. Menschen zu vernetzen. Sei es Verkäufer mit Käufer, sei es Freunde, seien es Experten die ihr Wissen an wissbegierige weitergeben …

Welche Vorteile bringt das Internet mit sich?

Diese Frage kann ich nur in Kombination mit der Frage nach den Nachteilen beantworten.

Das Internet ist eine riesige Chance für alle die Zugang zu ihm haben. Warum sage ich Chance und nicht Vorteil? Ich glaube zu einem Vorteil kann es nur werden, wenn wir mit dem Internet auch umgehen können. Und mit umgehen meine ich jetzt nicht, dass man weiß wo man im Browser dir URL eingibt, oder dass man einen Facebookaccount anlegen kann. Das sind Dinge die heutzutage schon zu viele Menschen können, um es als Vorteil zu sehen. Da ist es aber ein riesiger Nachteil wenn man das nicht kann – man in den Industrieländern sehr schnell zum Außenseiter.

Nein, was meine ich mit umgehen können? Der Umgang mit dem Internet verlangt eine hohe soziale Intelligenz. Ich muss wissen, wie ich Informationen aufnehmen kann, was ich von gewissen Informationen halten kann. Was und wie viel, soll, kann und darf ich von mir selber im Internet preisgeben? Welche Konsequenzen kann es für mich haben, wenn ich dieses oder jenes System mit meinen Daten füttere. Muss ich 7/24 online sein? Diese Liste könnte man, so glaube ich fast unendlich fortsetzten. Das sind meiner Meinung nach die Fragen mit denen man sich viel stärker beschäftigen sollte wenn man über das Internet spricht. Das sind die Fragen, die wir uns als Gesellschaft in der Zukunft verstärkt stellen werden müssen und nicht nur, ob sich die Bandbreite in 2 Jahren wieder verdoppelt, oder worüber halt sonst alles diskutiert wird.
Ich glaube, dass damit auch schon die Frage nach den Nachteilen beantwortet ist. Denn ob ich z.B. viel oder wenig Zeit habe hängt nicht vom Internet an sich ab, sondern davon wie man damit umgeht.

Noch einmal zurück zu meinen persönlichen User – Gewohnheiten, um die expliziten Fragen, nach dem wie ich den PC nutze und seit wann genauer zu beantworten.

Ich nutze das Internet natürlich privat und beruflich. Dabei entsteht aber immer mehr eine Art Mischform, was die Zeiteinteilung angeht. Das heißt dass ich nicht 8 Stunden arbeite und dann noch eine Stunde privat das Internet, oder den PC nutze, sondern so, wie ich es mir gerade einteile. Für meine derzeitige Lebenssituation ist das auch stimmig so und ich habe es für mich nicht wirklich vor zu ändern. Wobei das natürlich auch eine gewisse Disziplin verlangt. Naja vielleicht klingt Disziplin etwas zu streng und Einteilung besser. Vielleicht bin ich mit der Situation auch so zufrieden, weil ich es eigentlich immer so gewohnt war. Gut der erste PC in der Familie, irgend ein 386er mit Windows 3.1 drauf war quasi Privatvergnügen, wurde aber relativ bald zu einem Werkzeug, das ich für die Schule verwendete. Und so bin ich damit aufgewachsen. War etwas für die Schule zu tun, war das auch für meine Eltern kein Problem, spielte ich länger als eine Stunde vor dem Bildschirm sind meiner Mutter aber schon auch einmal mahnende Worte ausgekommen ‚Ķ
Also kann ich sagen ich habe es so gelernt, dass ein PC für Arbeit und für Spass zur Verfügung steht, aber dass man seine Arbeitsziele dabei nie aus den Augen verlieren darf.

Ob ich Webuser bin? Ja klar. Aber als solcher würde ich mich nie selber bezeichnen. Auch nicht als Webworker, obwohl es das vielleicht eher trifft. Das Internet ist Bestandteil des Lebens. Irgendwie kommt mir die Frage so vor, als ob ich jemanden frage, ob er Fußgänger ist. Jeder geht einmal eine Strecke zu Fuß, aber ich glaube niemand würde sich so bezeichnen.

Mein Fazit zu der Frage ob und wie das Internet mein Leben verändert hat, ist das, dass es für mich sicher Bestandteil meines derzeitigen Lebens ist. Wobei ich glaube, dass ich unter gewissen Voraussetzungen auch ohne Internet leben könnte – aber sicher nicht in meinem derzeitigen Job, und sicher auch nicht in meinem derzeitigen Umfeld.
Eines ist mir persönlich noch wichtig. Nicht nur das Internet beeinflusst unsere Leben, sondern auch wir beeinflussen das Internet. Und wir tragen auch die Verantwortung, ob das Internet für uns Menschen mehr Vorteile, oder mehr Nachteile bietet.

Das Internet ist eine große Chance, die es zu nutzen gilt.

PS: Danke auch an Neomai. Mit ihr habe ich auf ihrem Blog in den letzten Tagen, ein ähnliches Thema dikutierte, und durch ihren Beitrag wurde ich auch auf die Blogparade aufmerksam.

fth

fth steht für Franz T. Hauser: ist Anfang 30 und lebt in der kleinen Oststeirischen Bezirksstadt Weiz. Er arbeitet freiberuflich an diversen Softwareprojekten und beschäftige mich nebenbei noch mit Dingen wie, "grünem" Lebensstil, guten Filmen, Politik und was sonst noch alles in seinem Gehirn herumgeistert ...

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2 Antworten

  1. Alex L sagt:

    Hi Franz,
    also kannst du übers Internet auch viel Positives berichten und ich gebe dir schon Recht. Man muss mit dem Web umgehen können. Zum Glück kann man es erlernen, was ja eine Weile dauert. Ich bin auch schon sehr lange im Web unterwegs und bin ein bloggender Webmaster.

    Die Internetnutzung nimmt von Jahr zu Jahr zu und das ist auch gut so. Ich finde, dass es eine sehr positive Entwicklung ist. Vor allem bin ich positiv überrascht, dass du diesen Artikel auf einem Tablet schreibst. Klasse! Somit sind die heutigen Möglichkeit beinah grenzenlos.

    Hat mich im Übrigen sehr gefreut, dass du an der Blogparade teilgenommen hast.

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