Alternative Nobelpreise

Heute, am 2. Dezember werden in Stockholm die Alternativen Nobelpreise verliehen.

Eigentlich heißt der Alternative Nobelpreis ja „Right Livelihood Award„, sprich „Preis für die richtige Lebensweise“ und wird von der Right Livelihood Award Foundation vergeben. Diese Organisation steht in keinem Zusammenhang zum offiziellen Nobelstiftung und auch die heutige Preisverleihung hat, außer, dass sie auch in Stockholm stattfindet nichts mit den „echten“ Nobelpreisen zu tun. Ausgezeichnet werden seit 1980 Personen, die sich besonders für Menschenwürdige Lebensweisen, oder Umweltschutz einsetzten. Eine Liste der bisherigen Preisträger findet sich u.a. bei Wikipedia.

Diesjährige Preisträger

Heute werden folgende vier Personen mit dem Preis geehrt:

  • Paul Walker, Aktivist und Kämpfer gegen Chemiewaffen
  • Raji Sourani, Anwalt für Menschenrechte in Palästina
  • Denis Mukwege, Mediziner im Kongo und Menschenrechtler
  • Hans Rudolf Herren, Agrarforscher und Wegbereiter nachhaltigen Landbaus

Paul Walker

Ist US-Amerikanischer Politikwissenschaftler und setzt sich bereits seit den 1970er Jahren für eine Politik der Diplomatie und nicht der militärischen Vorherrschaft ein. Sein besonderes Anliegen ist, die Welt von chemischen Waffen zu befreien. Es sei maßgeblich seiner Arbeit zu verdanken, dass die USA jährlich mehr als eine Milliarde Dollar in Programme zur Waffenkontrolle und Abrüstung investieren.

Raji Sourani

Raji Sourani ist der erste Mann aus Palästina, der diesen Preis erhält. Das Komitee hebt besonders sein Engagement für Menschenrechte unter extrem schweren Bedingungen hervor. Er untersucht und dokumentiert Menschenrechtsverletzungen sowohl von Israelischer, als auch von Palästinensischer Seite, was ihm auch schon Gefängnisaufenthalte auf beiden Seiten einbrachte.

Denis Mukwege

Der Arzt Denis Mukwege errichtete schon vor mehr als 15 Jahren in einem Krankenhaus in Bukavu im Kongo, in der Provinz Süd-Kivu eine Station für Frauenheilkunde. In diesem Krankenhaus fanden schon mehr als 40.000 Frauen, die vor allem in den Kriegswirren des Kongos zu Opfern von Vergewaltigung und Verstümmelung wurden, Zuflucht und professionelle medizinische Hilfe.

Hans Rudolf Herren

Hans Rudolf Herren lebte 15 Jahre in Afrika und widmete sich dort vor allem der Schädlingsbekämpfung. In den 1970er Jahren wurde in Afrika die Schmierlaus eingeschleppt. Diese Laus vernichtete in Großen Mengen die Maniok-Ernten, die in vielen Regionen ein Grundnahrungsmittel darstellen. Die Argroindustrie setzte natürlich sofort entsprechende Chemikalien ein, die allerdings die Laus nicht vernichten konnten und eher mehr Schaden anrichteten, als sie Nutzen ergaben. Hans Rudolf Herren gelang der Durchbruch in der Schädlingsbekämpfung mit einer Wespenart, die er in Paraguay entdeckte, und die sich wunderbar zur Bekämpfung der Schmierlaus mit kaum Nebenwirkungen eignet.

 

fth

fth steht für Franz T. Hauser: ist Anfang 30 und lebt in der kleinen Oststeirischen Bezirksstadt Weiz. Er arbeitet freiberuflich an diversen Softwareprojekten und beschäftige mich nebenbei noch mit Dingen wie, "grünem" Lebensstil, guten Filmen, Politik und was sonst noch alles in seinem Gehirn herumgeistert ...

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