Was Prosit und guten Rutsch bedeuten

Wir alle tun es! Wir wünschen unseren Bekannten, Freunden, Familienmitgliedern, … einen Guten Rutsch; ja sogar während des Neujahrskonzertes wünschen die Wiener Philharmonikern all ihren Zuhöhrern auf der ganzen Welt ein „Prosit Neujahr“, doch woher kommen diese Worte? Was bedeuten sie? Wünschen wir uns wirklich, dass wir ins neue Jahr rutschen?

Guter Rutsch

Wenn ich hier schon so explizit erwähne liegt es natürlich schon fast auf der Hand, dass der Gute Rutsch weder etwas mit Glatteis noch mit ausrutschen zu tun hat.

Für das Wort „Rutsch“ liefern Sprachforscher zwei Herkunftsmöglichkeiten. Zum einen leiten sie das Wort „Rutsch“ vom hebräischen Wort für Neujahr ab: „Rosch Haschana“, das soviel wie Kopf, oder Anfang des Jahres bedeutet. Im Jiddischen soll dann eben aus „Rosch“ „Rutsch“ geworden sein. Diese Erklärung klingt durchaus plausibel. Somit würde „Guter Rutsch“, „Guter Anfang“ bedeuten.

Es soll aber auch Philologen geben, die Rutsch aus einem alten Wort „Rutsch“ mit der Bedeutung als „Reise“ ableiten. Demnach würde man sich eine „gute Reise“ ins neue Jahr wünschen.

Prosit

Bei „prosit“ ist die Herkunft eindeutiger zu klären. Es handelt sich um die konjugierte Form des lateinischen Verbs „prodesse“ („nützen“, „zuträglich sein“). Alle der Lateinischen Sprache mächtigen werden natürlich sofort erkannt haben, dass es sich bei Prosit nur um den Konjunktiv in der 3. Person Singular aktiv handeln kann und somit mit „es möge nützlich sein“ übersetzt werden muss. 😉

Also ist der Ausspruch Prosi Neujahr nichts anderes als der Wunsch, dass das neue Jahr nützlich, zuträglich, oder einfach gut werden soll.

 

fth

fth steht für Franz T. Hauser: ist Anfang 30 und lebt in der kleinen Oststeirischen Bezirksstadt Weiz. Er arbeitet freiberuflich an diversen Softwareprojekten und beschäftige mich nebenbei noch mit Dingen wie, "grünem" Lebensstil, guten Filmen, Politik und was sonst noch alles in seinem Gehirn herumgeistert ...

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