Weltspartage – Wer hat noch Geld übrig?

Wer hat sie nicht, die Erinnerung an Kindertage? – Man packt sein Sparschwein und sein Sparbuch und marschiert damit in die nächste Bank. Im Gegenzug erhält man mit kindlichen Augen betrachtet wunderbare Geschenke mit dem Logo der Bank darauf.

Wozu dient der Weltspartag?

Ganz klar, der Weltspartag soll uns alle von klein an daran erinnern, wie wichtig es ist, zu sparen.

Wer kam auf die Idee des Weltspartages?

1924 fand in Mailand der allererste internationale Sparkassenkongress statt. Dieser endete am 31. Oktober, und so wurde die Idee geboren in allen teilnehmenden Ländern diesen Tag zum Weltspartag zu erklären. Damals in den 20er Jahren war es sicher sehr notwendig die Bevölkerung Europas zum Sparen zu animieren.

Wie sieht die Situation heute aus?

Als Folge der Wirtschaftskrise der letzten Jahre sind die Sparbuchzinsen nach wie vor sehr tief. Sie liegen in Österreich bei durchschnittlich 0,125 Prozent. Das heißt man bekommt für 100 Euro auf dem Sparbuch ganze 12,5 Cent Zinsen, von denen dann noch ein Viertel, also 3 Cent als Kapitalertragssteuer an den Staat abgeführt werden. Das heißt auf einem täglich fälligem Sparbuch bekommt man für 100 Euro, die man der Bank quasi borgt, 9 Cent an Zinsen. Natürlich bieten Banken auch andere Sparbücher mit höheren Zinsen an. Damit sind aber meist Bindungen ab einem halben Jahr, oder andere Bedingungen wie Mindesteinlagen verbunden.

Das heißt aber nicht, dass Sparen heute obsolet ist.

Schließlich hat sich die Situation, dass man ab und zu eine größere Menge Geld braucht, die man nicht auf einmal in einem Monat verdient und somit am Konto hat, nicht verändert. Das Problem ist nur, dass sich das gesparte Geld zu wenig vermehrt um die Inflation abdecken zu können. Der Sinn des Sparens, etwas wegzulegen bleibt aber erhalten.

Ich persönlich halte es auch für wichtig Kindern das Sparen zu zeigen. Nicht nur, dass sie etwas Geld zum Start ins eigene Leben haben, sondern viel mehr glaube ich, dass man mit Geld sehr schön das Sparen auch in anderen Bereichen, wie Energie lernen kann.

Weiters maße ich mir hier im Blog nicht an, irgendwelche Tipps zur Geldvermehrung zu geben. Da bin ich kein Experte. Wozu ich aber schon raten möchte, nutzt euren Hausverstand! – Niemand hat etwas zu verschenken. Somit sind alle Angebote die mit extra hohen Zinsen werben, doch sehr kritisch zu hinterfragen.

Was mich auch sehr nachdenklich stimmt, ist dass in Österreich die Sparquote extrem gesunken ist. Vor einigen Jahren legte der Durchschnittsösterreicher ca. 10 Prozent seines Einkommens zur Seite. Heute sind es nur mehr ca. 5 Prozent. Natürlich kann man das auch positiv sehen. Weniger Sparen heißt mehr investieren. Das heißt es wird mehr Geld in die Wirtschaft investiert. Ich neige aber doch dazu es negativ zu interpretieren. Es ist ein Zeichen, dass viele Menschen einfach weniger Geld zur Verfügung haben. Denn ich glaube nicht, dass die breite Masse aktive Wirtschaftskrisenpolitk betreibt und viel Geld freiwillig in die Wirtschaft pumpt.

– Dazu passt auch meine These ganz gut, dass Wirtschaft die einzige Wissenschaft ist, in der man für 2 gegensätzliche Aussagen den Nobelpreis bekommen kann.

Fazit

Sparen an sich ist eine gute Sache. Die Frage ist nur, ob sich viele Menschen das Sparen von Geld noch leisten können. Vielleicht könnte das auch als Motivation für Banken gesehen werden wieder verstärkt für die Menschen da zu sein.

 

fth

fth steht für Franz T. Hauser: ist Mitte 30 und lebt in der kleinen Oststeirischen Bezirksstadt Weiz. Er arbeitet freiberuflich an diversen Softwareprojekten und beschäftige mich nebenbei noch mit Dingen wie, "grünem" Lebensstil, guten Filmen, Politik und was sonst noch alles in seinem Gehirn herumgeistert ...

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