And the winner is: „Frankschämen“

Frankschämen ist das Wort des Jahres 2013 in Österreich. Unwort des Jahres wurde inländerfreundlich und als Jugendwort des Jahres wurde whatsappen von der Jury gewählt.

In Österreich wird das Wort des Jahres von einer Fachjury gemeinsam mit der Internetcommunity ermittelt. Die Jury stellt anhand der Meldungen der Austria Presse Agentur eine Liste an Vorschlägen für die jeweiligen Kategorien zusammen. Das Ranking dieser Liste wird dann öffentlich im Internet vorgenommen. (wildbrett.net berichtete)

frankschämen [fränkschämen]

Frankschämen ist ein Kunstwort das im Laufe des österreichischen Nationalratswahlkampfs 2013 entstanden ist. Es beschreibt das Befremden vieler BürgerInnen über das Verhalten eines spätberufenen Parteigründers bei seinen öffentlichen Auftritten. – So die Jury in einer Aussendung.

Das Wort ist eine Abwandlung des Worts „fremdschämen“, das auch 2010 zum Wort des Jahres gewählt wurde.
Auf den weiteren Plätzen für das Wort des Jahres befinden sich:

Lauschangriff und Enkelfit

Lauschangriff hat wohl aufgrund der Meldungen über die Aktivitäten von diversen Geheimdiensten im Jahr 2013 wieder eine besondere Aktualität erlangt und enkelfit entstand wie auch frankschämen im Wahlkampf. Enkelfit soll die Nachhaltigkeit eines Pensionssystems ausdrücken, in dem auch die Enkelgeneration noch die Chance auf faire Pensionen hat.

inländerfreundlich

Das Unwort des Jahres 2013 zeigt uns eine positive Formulierung eines gegenteilig gemeinten Inhalts. Wenn sich eine Partei als inländerfreundlich darstellt, liegt wohl der Schluss nahe, dass man nicht Inländern nicht ganz so freundlich gestimmt ist … Somit finde ich, dass die Wahl zum Unwort des Jahres 2013 wirklich gelungen erscheint.

Beim Unwort des Jahres gingen die weiteren Plätze an:

Arbeitszeitflexibilisierung und Begegnungszone

Die Arbeitszeitflexibilisierung sieht vor, dass Arbeitnehmer Einkommensverluste hinnehmen sollen, weil ihnen Zuschläge für Überstunden und ähnliches nicht mehr abgegolten werden sollen. Die Begegnungszone ist ein speziell für Wiener interessantes Wort. Die Wiener Mariahilfer Straße wurde heuer teilweise zur Fußgängerzone umgebaut, was nicht auf Gegenliebe der Busfahrer stieß, die diese in den Begegnungszonen trotzdem befahren hätten sollen.

whatsappen

Whatsappen schaffte es beim Jugendwort des Jahres auf den ersten Platz. Mit whatsappen wird nichts anderes beschrieben als die Benutzung der InternetApp „Whatsapp“, die vor allem unter Jugendlichen eine immer größer werdende Beliebtheit erlangt und für viele schon fast das Schreiben von SMS abgelöst hat.

Bei Whatsappen overrulte die Jury das Internetpublikum, das „Yolo“ auf Platz eins wählte.

YOLO und chüün

YOLO steht für you only live once, ein Lebensmotto dem immer mehr Jugendliche zu folgen scheinen. chüün ist eine sehr wienerisch ausgesprochene Variante von chillen, sprich entspannen.

fth

fth steht für Franz T. Hauser: ist Mitte 30 und lebt in der kleinen Oststeirischen Bezirksstadt Weiz. Er arbeitet freiberuflich an diversen Softwareprojekten und beschäftige mich nebenbei noch mit Dingen wie, "grünem" Lebensstil, guten Filmen, Politik und was sonst noch alles in seinem Gehirn herumgeistert ...

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